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Verfasst am 12.08.2011 21:31:56 Uhr Rituale Und plötzlich war es dunkel.
Und regnete.
Letzters nichts Neues in diesem Sommer. Aber diese frühe Dunkelheit überwältigte mich. So ließ ich die Einkaufstüten sinken, blickte verdutzt in den Himmel und horchte in mich hinein. Ja. Herbst. Komm ruhig. Ich habe meinen Frieden mit dir gemacht. Die ersten Depressionen diesmal schon im Hochsommer und plötzlich kann ich dich genießen.
Durchnässt und glücklich schloss ich die Wohnungstür auf und ließ die Welt draußen. Manches ändert sich nie. Pasta all arrabbiata, Wein und Chan Chan. Die Bank mit den inzwischen verblassten Vögeln, neue Kissen, aber der Ausblick in den Himmel bleibt, die Klänge, der Geschmack, das Seufzen,all das - macht meine Mittigkeit aus. Und inwzwischen noch so viel mehr....
Verfasst am 12.08.2011 21:18:39 Uhr Im Namen des Volkes ...ergeht folgender Beschluss.
Der Kontrast hätte größer kaum sein können. Statt der Trautzeugen kamen die Anwälte, statt nebeneinander, saß man sich gegenüber, statt eines romantischen Spruches kam die Prozesskostenaufrechnung, statt der beidseitigen Erklärung, man wolle den hier Anwesenden zum rechtmäßigen Ehegatten nehmen, wurde die Erklärung eingefordert, man sei sich sicher, dass diese Ehe keine Zukunft mehr habe und erkläre sie als gescheitert.
Wie unschön.
Gescheitert.
Da ist man seit Jahren durch mit dieser Niederlage im Leben. Und dann - dann blickt man dem Ehemaligen in die Augen, lächelt entschuldigend und bekräftigt das Scheitern erneut. Aus dem Nichts. Zwei längst getrennte Leben werden zu diesem Termin zusammengeführt, um sie schließlich für immer zu scheiden. Unter beidseitigem Verzicht auf Rechtsmittel.
Um so wichtiger das Kaffeetrinken danach.
Und dass wir uns beide schick gemacht hatten. Es war fast ein Foto wert. Als Abschluss fürs Hochtzeitsalbum.
Es ist unschön. Gleichgültig, wie weit man schon fort ist voneinander. Erst traut man sich. Diesen wichtigen Schritt. Und dann scheiden sich die Gefühle, die Gedanken, schließlich die Verbindung und am Ende das Bündnis.
Was bleibt ist die Elternschaft. Auf ewig. Bis das der Tod uns scheidet. Amen.
P.S. Und dann waren da noch diese Gitter vor den Fenstern. Im zweiten Stock.
Verfasst am 05.06.2011 15:15:05 Uhr AltNeues von Symphonie Als würde er sich den Weg durch Raum und Zeit bahnen, von Dilieium war zu lesen, Rausch, ihr Duft, Betörung, von Sinnen sein und unbezähmbarem Willen. Die Liebe. Es war die Liebe, die aus ihm sprach, sang, sich mit seiner Hilfe und voller Wucht in meine ohnehin elektrisierte Wahrnehmung katapultierte, derweil das Auge nur noch den liebesroten Vorhang sah, in leiser Vorahnung bereits in Blut getränkt.
Zuerst war es auf der Haut spürbar, wenige Töne später in den Augen, verschwommener Blick, nachempfundene Hingabe, ausgelöst durch die Stimmgewalt des Calaf, besessen von der eisigen Turandot.
Es war eigentlich wie immer in der Oper: Hingabe, Besessenheit, Tod und Verderben, Himmel und Hölle, sanftes Zittern, leidenschaftlicher Atem, ganz und gar geöffnet.
Nur eines war anders. Der flüsternde Komplize,„dir geht es gut, nicht wahr?!“.
Und die gar nicht mal so unbequemen 12-cm-Absätze - aber das ist eine andere Geschichte.
Verfasst am 04.01.2011 18:14:53 Uhr Geknallte Wohligkeit Ein warmer Jahreswechsel, seelen_ruhig und lächelnd.
Ganz ähnlich dem Lebensjahreswechsel am Feuer zum Vierzigsten - nach kreischendem MitternachtNacktBaden im eiskalten Augustwasser des Ruppiner Sees....Nur diesmal im Arm des Richtigen und unter buntlautem Himmel auf einem zu Eis gewordenen Wasserfall mitten in Berlin. Ich liebe meine Stadt. Und ich liebe mein Leben.
Verfasst am 07.10.2010 12:30:46 Uhr Pflaster rauf ...und weiter geht`s.
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